Die Feier

Der große Konferenzraum des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung erreichte seine Kapazitätsgrenze, als die Feier zur erstmaligen Verleihung des CAMPUS PREISES: Forschen für nachhaltige Zukunft pünktlich um 18 Uhr begann. Doch auch schon vorher geschah einiges.

Das neue Roll-Up des Preises war gerade noch rechtzeitig fertig geworden und machte sich gut in der Eingangshalle des ZMT.

Die Technik war gerichtet und auch die Blumen waren rechtzeitig eingetroffen.

In der Eingangshalle musste noch kräftig hin und her geräumt werden, um Platz zu schaffen für die Bistrotische, die auch noch aufgebaut werden mussten wie vieles andere mehr.

Noch warteten die Blumen, als Dekoration eingesetzt zu werden.

 

Schon vor dem offiziellen Beginn gab es einen munteren Austausch. Studierende, die längere Zeit im Ausland und gerade erst nach Bremen zurück gekehrt waren, freuten sich, auf ihre Kommilitonen zu treffen.

Die Feier begann mit dem Auftritt des Cello-Quartetts "Not Sweet" unter Leitung des Cello-Lehrers Götz Kelling-Urban.
Ein Gast aus Frankfurt meinte, Bremen sei einfach toll und besonders, weil dort bei offiziellen Feiern immer Musik gespielt werde.
Wie geht das andernorts ohne?

Die Moderation des Abends lag in den Händen von Dr. Rita Kellner-Stoll, Vorsitzende des Kuratoriums der KELLNER & STOLL - STIFTUNG FÜR KLIMA UND UMWELT und Vertreterin einer der drei Organisationen, die den Preis entwickelt haben und verantworten.

Zur Begrüßung sprach die Hausherrin, Prof. Dr. Hildegard Westphal, Direktorin des ZMT, das zu den drei Initiatoren des Preises gehört.

Im Anschluss daran hatte der Rektor der Universität Bremen, Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter das Wort. Er vertrat die dritte der Institutionen, die den Preis ins Leben gerufen haben.

Nach und nach wurden alle Nominierten und das Thema der vorgeschlagenen Arbeit vorgestellt. Sie erhielten als Anerkennung für ihre Teilnahme eine Urkunde und einen Blumenstrauß, denn die Jury war sich einig gewesen: Jede der Bewerbungen war von hoher Qualität und unter Nachhaltigkeitsaspekten von großer Relevanz.

Foto: Harald Rehling / ZMT / Universität Bremen

Einen Einblick in die Jury-Arbeit lieferte anschließend Fritz Habekuß, Wissenschaftsredaktion DIE ZEIT (links), hier noch im Gespräch vor der Feier mit dem Jury-Mitglied Reiner Stoll. Fritz Habekuß ging in seinem Beitrag aber über eine reine Rückbesinnung auf den Tag der Entscheidung, den 17.02., hinaus. Unter Bezugnahme auf den "March for science", der wenige Tage vorher stattgefunden hatte, appellierte er an die Verpflichtung der Wissenschaft, ihre Erkenntnisse den Menschen verständlich zu machen, "eine Geschichte zu erzählen", wie er es formulierte. Sein nachdenklicher und motivierender Beitrag kam beim Publikum sehr gut an.

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge aus der Jury hatte dann die Aufgabe, nicht nur den Preisträger - endlich - zu verraten, sondern auch die Laudatio auf ihn zu halten. "Die Arbeit von Dr. Lukas zeichnet sich durch immense empirische Tiefe und Datenvielfalt aus, die eine interdisziplinär multiperspektivische Analyse ermöglicht. Was häufig unter ‚Feldforschung in schwierigen Kontexten’ diskutiert wird, hat Dr. Lukas unter hohem persönlichen Einsatz in die Lage versetzt, einen wichtigen Beitrag zum Aufbrechen disziplinärer und vornehmlich auf westlicher Empirie basierender Analyseansätze zu leisten“, sagte sie.

In einem eindrucksvollen Parforce-Ritt durch seine umfangreichen Untersuchungen stellte dann der Preisträger, Dr. Martin C. Lukas, seine Methodik und die Ergebnisse vor. Besonders beeindruckte die Wirkung, die er erzielen konnte, denn die Arbeit widmete sich nicht nur einem ökologischen Problem in den Tropen, sonder war auch von hoher politischer Brisanz. In dem fragilen Demokratisierungsprozess Indonesiens der letzten Jahre liegt eine Chance auch für eine Verbesserung der Umweltsituation in einem der artenreichsten und gleichzeitig sensibelsten Landstriche.

Den Abschluss bildete eine Gesprächsrunde mit (v.l.n.r.): Prof. Dr. Michael Flitner, Doktorvater des Preisträgers und Sprecher des artec | Forschungszentrum Nachhaltigkeit an der Universität, Prof. Dr. Bernd Scholz-Reiter, Dr. Reinhard Ahlers vom Alumni e.V. und Partner des CAMPUS PREISES, Bettina Duske, Vertreterin des Bremer Unternehmens und Sponsors ADLER Solar sowie Dipl.-Ing. Detlef Lindenau, Geschäftsführer des zweiten Sponsors REETEC. Auch wenn Nachhaltigkeit als Begriff viel Interpretationsspielraum bis Missbrauch zulässt: Die Anwesenden waren sich einig, dass Wissenschaft und Bildung zentral sind bei den Herausforderungen, vor denen die Welt steht.
Foto: Harald Rehling / ZMT / Universität

Bevor alle nach zwei abwechslungsreichen Stunden zum verdienten Anstoßen auf den Preisträger in die Eingangshalle des ZMT entlassen wurden, hatten sie noch die Chance, sich an der Verlosung einer Flasche Magnum-Spumante, Geschenk eines sizilianischen Weingutes, das auch die Feier mit seinen Bioweinen beliefert hatte, zu beteiligen. Der Erlös kommt dem CAMPUS PREIS zugute, denn schon bald geht es in die neue Runde.